Breitbandausbau in der Gemeinde Grenzach-Wyhlen

Die Gemeinde Grenzach-Wyhlen hat die zentrale Bedeutung der Verfügbarkeit von schnellen Glasfaseranschlüssen für Wirtschaft und Privathaushalte erkannt. Aus diesem Grund sind wir Mitglied im Zweckverband Breitbandversorgung Landkreis Lörrach. Unter dem Dach des Zweckverbands bauen alle 35 Städte und Gemeinden im Landkreis Lörrach in den nächsten Jahren ein gemeinsames kommunales Glasfasernetz mit offenem Netzzugang auf.

Zu Beginn wurden die massiv unterversorgten Gebiete Fallberg und Rührberg ausgebaut sowie ie Hauptleitung des Landkreisnetzes durch Grenzach-Wyhlen  ausgebaut, das sogenannte Backbone, ausgebaut. Nur mit dieser Datenautobahn ist ein Glasfaseranschluss an jedes Haus möglich.

Ein Problem beim Breitbandausbau stellt generell die Suche nach Tiefbaufirmen zur Ausführung der Bauarbeiten dar. Hier wirkt sich die derzeit sehr gute Baukonjunktur entsprechend aus.

Ein durchgängiger Glasfaseranschluss bis in Ihr Haus entspricht den zukünftigen Anforderungen zur schnellen und sicheren Übertragung von Internet-, Fernseh- und Telefondiensten. Der Netzbetreiber des Landkreisnetzes pepcom GmbH wird direkt nach Ausbau mit der Versorgung der ausgebauten Gebiete beginnen, so dass für alle interessierten Anwohner und Betriebe ein Zugang zu einem zukunftsfähigen Glasfaseranschluss mit attraktiven Produkten zeitnah möglich ist.

Ziel der Gemeinde ist es, jeden Haushalt in Grenzach-Wyhlen mit mindestens 50 MBit zu versorgen, bis 2030 soll in jeder Straße eine zukunftssichere Glasfaserleitung liegen.
Statusbericht Sept. 2019:
Der Breitbandausbau in Grenzach-Wyhlen schreitet voran. Insgesamt wurden bisher 25 Kilometer Glasfaserleitungen im Gemeindegebiet verlegt. Im Gewerbegebiet Fallberg und auf dem Rührberg ist das Glasfasernetz mittlerweile in den Betrieb gegangen. Damit verfügen die beiden bisher am schlechtesten versorgten Gebiete nun über Glasfaseranschlüsse an jedes Haus. Im Gegensatz zur Vectoring-Technologie der Telekom, die nur die Kabelverzweiger mit Glasfaser anbindet und für die letzte Meile auf Kupferkabel zurückgreift, ist das die einzige nachhaltige und zukunftsfähige Technologie, da sie physikalisch eine unbegrenzte Bandbreite ermöglicht. Derzeit laufen noch die finalen Tiefbauarbeiten für das kommunale Glasfasernetz auf dem Neufeld. Der weitere Ausbau erfolgt ausgehend von den am schlechtesten versorgten Bereichen des Gemeindegebiets, um hierfür auch das Maximum an Fördermitteln abzurufen. Derzeit laufen die Planungen für die Anbindung des Schulzentrums (Gymnasium und Realschule) an das Glasfasernetz sowie für den Breitbandausbau im Bereich „Im Tal“ im historischen Ortskern von Grenzach. Dort werden weitere vier Kilometer Glasfaser verlegt werden. Die Eigentümer im Ausbaugebiet wurden zwischenzeitlich angeschrieben und zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Bis Ende des Monats sollten die per Post zugesandten Verträge an den Zweckverband Breitbandversorgung zurückgeschickt werden. Nach Eingang des Förderbescheides wird voraussichtlich im 1. Quartal 2020 mit den Tiefbaumaßnahmen begonnen. Es wird mit einer Bauzeit von 18-24 Monaten gerechnet. Schrittweise soll das gesamte Gemeindegebiet mit dem kommunalen Glasfasernetz erschlossen werden, was Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe nach sich zieht. Schnelles Internet gehört zur Daseinsvorsorge wie Gas, Strom und Wasser, daher ist dies eine wichtige Zukunftsinvestition.