Römer in Grenzach-Wyhlen

Die Römer haben in der Vergangenheit von Grenzach-Wyhlen eine große Rolle gespielt. Da sich der Ortsname Grenzach von dem römischen Personennamen Carantius ableitet, ist davon auszugehen, dass einer der Besitzer der Grenzacher Römervilla diesen Namen trug. Im Grenzacher Oberdorf befindet sich das Regionalmuseum Römervilla mit bedeutenden Resten einer römischen Villa. Entdecken Sie das Museum und weitere Spuren der Römer auf dem Gemeindegebiet und tauchen Sie in die Vergangenheit ein.
Die Grenzacher Römervilla zählt zu den wichtigsten römischen Fundplätzen südlich von Freiburg. Die über zwei Meter hohen Originalmauern wurden 1986 mit einem Schutzhaus überbaut. Dieses wurde 2011 umfangreich umgebaut und zu einem Regionalmuseum aufgewertet. Als einziges Museum im Landkreis Lörrach zum Thema Römer zeigt es zahlreiche Funde aus der Region zum Thema "Alltagskultur". Über informative Schautafeln können Besucher nun die Römerwelt des Museums selbst erkunden. In dem stimmungsvollen Raum finden auch Konzerte und Ausstellungen statt.

Die Grenzacher Römervilla ist das herausragendste Beispiel für eine ländliche Villa, wie man sie mehrfach im Umkreis von Augusta Raurica finden kann. Auf Grund ihrer luxuriösen Ausgestaltung wird sie als villa urbana eingestuft. Das über den eindrucksvollen Mauern errichtete „Regionalmuseum Römervilla“ bietet einen hervorragenden Einblick in das Leben der Menschen in der Zeit zwischen 80 und 270 nach Christus.

Besichtigung der Römervilla

Öffnungszeiten:


April bis 01. November: Sonn- und Feiertage 15.00-18.00 Uhr
Mitte Juli-August zusätzlich Mittwoch 17.00-19.00 Uhr
Gruppen können nach telefonischer Vereinbarung geführt werden. (Tel. 07624/5898 oder 1813)

Römischer Brückenkopf

Der Bau des Brückenkastells auf dem rechten Rheinufer steht wohl im Zusammenhang mit den von Kaiser Valentinian I. um 369 n. Chr. angelegten linksrheinischen Grenzbefestigungen. Die wohl achttürmige burgartige Anlage sollte den wichtigen Rheinübergang sichern. Reste von drei Türmen sind noch erkennbar. Ob die anderen Türme durch Unterspulung in den Rhein abgerutscht sind, oder ob diese Anlage gar nie fertig gebaut worden ist, kann nicht mehr festgestellt werden. Auch dieses Bauwerk dokumentiert wie alle anderen ehemaligen rechtsrheinischen Römerbauten die enge Bindung an die Stadt Augusta Raurica.

Tempelpodium


Das Gebiet am Altrhein war zur Römerzeit so etwas wie ein Verkehrsknotenpunkt mit Brücken und Römerstraßen links und rechts des Rheins. Dies dokumentiert auch die große Straßenstation (mansio) beim Bahnübergang östlich von Wyhlen, an der Gemarkungsgrenze zu Herten. Heutigem Sprachgebrauch entsprechend könnte man eine solche Straßenstation Rasthaus oder Motel nennen. Sichtbar erhalten ist unterhalb der Bahnlinie ein Fundament, das als kleiner Tempel gedeutet wird.
Alle Informationen zum Römerradweg erhalten Sie auf der folgenden Seite:

Schild Römerradweg
Diese Fahrradtour stellt keine großen Anforderungen. Es gibt kaum Steigungen und die meisten Streckenabschnitte sind verkehrsberuhigt oder verkehrsfrei. Die gesamte Strecke beträgt etwa 23 Kilometer. Da dies eine Rundstrecke ist, kann man an jeder beliebigen Stelle einsteigen. Bei der Planung muss man allerdings die Fahrzeiten der Fähre als auch die Öffnungszeiten der Römervilla berücksichtigen. 

Mit dem Velo durch die Römerzeit