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Wohnungseinbruchskriminalität


Auszug aus der Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Freiburg

Mehr Einbrüche in der Region als üblich
 

Mit dem Beginn der „dunklen Jahreszeit“ nehmen erfahrungsgemäß die Einbrüche in Wohnhäuser, Geschäfte und Firmen zu. In diesem Jahr verzeichnet das Polizeipräsidium Freiburg einen Anstieg der Wohnungseinbrüche über das jahreszeitlich ohnehin übliche Maß. Im Oktober  gab es im gesamten Zuständigkeitsbereich des PP Freiburg, in dem etwa eine Million Menschen wohnen, mehr als 50 Einbrüche pro Woche.
Das Polizeipräsidium Freiburg hat mit der Besonderen „Aufbauorganisation (BAO) Einbrecher“ bereits im Herbst 2016 ein Konzept entwickelt, um dieser Kriminalitätsform entgegenzutreten und die Fallzahlen zu senken.
Die polizeilichen Fahndungs-, Kontroll- und Ermittlungsmaßnahmen werden hierdurch lage- und brennpunktorientiert intensiviert. Dies zeigte in den zurückliegenden beiden Jahren Wirkung – die Fallzahlen konnten im Vergleich zur dunklen Jahreszeit 2015/2016 zum Teil deutlich gesenkt werden.
 
Eine wachsame Nachbarschaft kann Einbrechern das Leben schwer machen

 
Im Idealfall können durch präventive Maßnahmen Straftaten schon im Vorfeld verhindern werden. Speziell ausgebildete Polizeibeamte der Polizei Freiburg führen im Jahr mehr als 2000 sicherheitstechnische Beratungen zum Einbruchschutz durch. Darüber hinaus sind die Informationsfahrzeuge des Referats Prävention regelmäßig in der Region unterwegs. Dort erhalten Bürger Tipps rund um das Thema Einbruchschutz.
„Unsere Präventionsstreifen gehen gezielt durch Wohngebiete und suchen das Gespräch mit den Bewohnern. Es wird auf gekippte Fenster und ungesicherte Eingänge hingewiesen, um Einbrechern das Leben so schwer wie möglich zu machen“, sagte Kriminalrat Achim Hummel. Mit Präventionsflyern  sensibilisiert das Polizeipräsidium  zudem die Bürger für das Thema Einbruchschutz und ruft dazu auf, wachsam zu sein. Hummel: „Eine wachsame Nachbarschaft ist für Einbrecher eine schlechte Nachbarschaft.“
 
Zeugenaufrufe liefern wertvolle Hinweise auf Täter
 
Wenn Einbrüche in der Region geschehen, berichtet die Pressestelle des Polizeipräsidiums Freiburg offensiv darüber – nicht nur in Rundfunk und Presse, sondern auch in den sozialen Medien. „Unser Ziel ist eine möglichst große Resonanz aus der Bevölkerung, um die Bürger zum einen für das Thema zu sensibilisieren und zum anderen durch möglichst breit gestreute Zeugenaufrufe wertvolle Hinweise auf die Täter zu bekommen“, sagt Polizeirat Martin Lamprecht, Leiter der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit.
 
Bürger sollen zudem ermutigt werden, bei verdächtigen Wahrnehmungen nicht zu zögern, sondern sofort den Notruf 110 zu wählen.
 
Die Hinweise aus der Bevölkerung haben sich in der Vergangenheit immer wieder als wichtig erwiesen.
 
 
Viele Einbrüche können bereits durch einfache Verhaltensregeln verhindert werden.
Die wichtigsten Tipps Ihrer Polizei:
 
-       Verschließen Sie Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit.
-       Vorsicht: Gekippte Fenster sind offene Fenster und von Einbrechern leicht zu öffnen.
-       Wenn Sie Ihren Schlüssel verloren haben, wechseln Sie umgehend den Schließzylinder aus.
-       Ziehen Sie die Tür nicht nur ins Schloss, sondern schließen Sie immer zweifach ab – auch wenn Sie Haus oder Wohnung nur kurzzeitig verlassen.
-       Deponieren Sie Ihren Haus- der Wohnungsschlüssel niemals draußen. Einbrecher kennen jedes Versteck!
-       Rollläden sollten zur Nachtzeit – und nach Möglichkeit nicht tagsüber – geschlossen werden. Sie wollen ja nicht schon auf den ersten Blick Ihre Abwesenheit signalisieren.
-       Lassen Sie bei einer Tür mit Glaseinsatz den Schlüssel nicht innen stecken.
-       Öffnen Sie auf Klingeln nicht bedenkenlos, sondern zeigen Sie gegenüber Fremden ein gesundes Misstrauen. Nutzen Sie Türspion und Sperrbügel (Türspaltsperre).
 
Einbruchschutz durch Nachbarschaftshilfe
 
-       Pflegen Sie den Kontakt zu Ihren Nachbarn – für mehr Lebensqualität und Sicherheit. Denn in einer aufmerksamen Nachbarschaft haben Einbrecher kaum eine Chance.
-       Achten Sie bewusst auf gefährdende und verdächtige Situationen.
-       Halten Sie in Mehrfamilienhäusern den Hauseingang auch tagsüber geschlossen. Prüfen Sie, wer ins Haus will, bevor Sie den Türöffner drücken.
-       Achten Sie auf Fremde im Haus oder auf dem Nachbargrundstück und sprechen Sie sie an.
-       Sorgen Sie dafür, dass in Mehrfamilienhäusern Keller- und Bodentüren stets verschlossen sind.
-       Betreuen Sie die Wohnung länger abwesender Nachbarn, indem Sie z.B. den Briefkasten leeren. Es geht darum, einen bewohnten Eindruck zu erwecken.
-       Alarmieren Sie bei Gefahr (Hilferufe, ausgelöste Alarmanlage) und in dringenden Verdachtsfällen sofort die Polizei über Notruf 110.
 
 
Die gesamte Pressemitteilung des Polizeipräsidium Freiburg können Sie ist unter https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110970/4113298 abruf