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Asiatische Tigermücke in Grenzach-Wyhlen

Aktuelles

Momentan wurde kein Befall mit der Asiatischen Tigermücke in Grenzach-Wyhlen festgestellt.

Um das Geschehen aber weiterhin zu beobachten und ggf. schnell tätig werden zu können wurden in Bereichen mit einer erhöhten Gefahr der Einschleppung von Asiatischen Tigermücken wie z.B. Bahnhöfe Fallen zur Überwachung aufgestellt.

Weitere Informationen wurden im Gemeindeblatt veröffentlicht.

Verdachtsfälle melden Sie sich bitte mit Foto des Fundes beim Amt für öffentliche Ordnung unter ordnungsamt@grenzach-wyhlen.de oder an heidelberg@tigermuecken.info

Allgemeines zur Asiatischen Tigermücke

Verbreitung:

Die Asiatische Tigermücke stammt ursprünglich aus Südostasien. Im Zuge der Globalisierung wurde die Asiatische Tigermücke durch den Handel von Gebrauchtreifen weltweit verbreitet. Besonders in Italien konnte sich durch das Geschäft mit Gebrauchtreifen eine konstante Population der Asiatischen Tigermücke etablieren.

Die Ausbreitung nach Deutschland erfolgte über den Straßen und Schienenverkehr durch den Transport adulter Stechmücken. Ein Erstnachweis erfolgte im Jahr 2007 entlang der Autobahn 5 in Baden-Württemberg. Eine sich in Deutschland vermehrende Population konnte jedoch erst 2014 in Freiburg entdeckt werden. Mittlerweile erfolgten weitere Nachweise in Heidelberg, Karlsruhe und 2017 auch in Lörrach. Ein Erstnachweis in Grenzach-Wyhlen erfolgte 2020.

Erscheinungsbild:

Die Asiatische Tigermücke gehört mit einer Größe von 3,5 bis 8mm zu den mittelgroßen Stechmücken. Ihre Grundfärbung ist schwarz und wird durch weiße Streifen ergänzt. Die zwei markantesten Erkennungsmerkmale sind fünf weiße Ringe an den Hinterbeinen, sowie ein weißer Strich, der sich vom Kopfbereich bis zum Rücken zieht.

Biologie:

Wie bei allen Stechmücken gliedert sich auch die Entwicklung der Asiatischen Tigermücke in eine mehreren Phasen: Aus dem Ei schlüpfen die im Wasser lebenden Larven, welche sich anschließend im Wasser zu einer verpuppen. In diesem Puppenstadium geschieht die eigentliche Metamorphose zur Adulten Stechmücke. Innerhalb von 2-3 Tagen nach dem Schlupf verpaart sich die Asiatische Tigermücke wiede. Für die Entwicklung der Eier brauchen die weiblichen Mücken jedoch eine Blutmahlzeit.

Relevanz:

Als Ektoparasit und kompetenter Vektor für verschiedene humanpathogene Viren wie z.B. dem Dengue-, Zika- oder Chikungunyavirus besitzt die Asiatische Tigermücke eine bedeutende Rolle als Krankheitsüberträger.  Darüber hinaus kommt sie in menschlicher Nähe vor und kann bei übermäßigen Vorkommen durch ihr ausdauerndes, aggressives Stechverhalten die Lebensqualität stark einschränken.

Besonderheiten:

Bei der Asiatischen Tigermücke handelt es sich um eine tagaktive Stechmückenart. Deshalb werden die Wirte bevorzugt tagsüber gestochen. Besonders am Morgen und am Nachmittag zeigt sich ihre höchste Aktivität.

Um Trockenheit zu überstehen, besitzen die Eier der Asiatischen Tigermücke eine hohe Toleranz. Sie werden direkt über der Wasseroberfläche im Trocken abgelegt und können dort bis zu einem Jahr überdauern.

Weitere Infos finden Sie auf der Homepage des Landratsamtes unter www.loerrach-landkreis.de/de/Service-Verwaltung/Fachbereiche/Gesundheit/Tigermuecke

und in folgendem Flyer:

Asiatische Tigermuecke

Webseite ICYBAC: www.rhein-neckar-kreis.tigermuecke.info

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